Bürgerkrieg im Südsudan

 

 

 

Der Südsudan erlebt die größte Flüchtlingskrise auf dem afrikanischen Kontinent und die drittgrößte der Welt nach Syrien und Afghanistan.

 

DAS AUSMASS DER KRISE IN ZAHLEN
Der Bürgerkrieg hat das junge Land in eine der schlimmsten humanitären Krisen gestürtzt.
1,66 Millionen
Binnenvertriebene
2,23 Millionen
südsudanesische Flüchtlinge in der Region, hauptsächlich im Sudan und in Uganda
63%
der Flüchtlinge sind Kinder
>250'000
Menschen droht eine grosse Gefahr der Hungersnot
Eine andauernde Krise

Der gewalttätige Bürgerkrieg, der seit Dezember 2013 im Südsudan tobt, hat Tausende Leben gekostet und fast 4 Millionen Menschen zur Flucht gezwungen. Die Situation im Land und in den Nachbarländern hat sich zu einer humanitären Katastrophe entwickelt. 

Trotz der Versuche, den Krieg zu beenden, eskaliert die Gewalt zwischen Regierungs- und Rebellentruppen weiter. Viehherden werden gestohlen oder abgeschlachtet, Häuser niedergebrannt und Zivilisten willkürlich getötet.

Eine Herausforderung für die gesamte Region

Der Konflikt im Südsudan ist die derzeit grösste Krise auf dem afrikanischen Kontinent, und das UNHCR tut sein Möglichstes, um eine Verschärfung der Situation zu verhindern.

Auch der Sudan und Uganda sind gefordert. Beide Länder nehmen jeweils mehr als 800.000 südsudanesische Flüchtlinge auf und sind in ihrer Fähigkeit, diese zu unterstützen, weitgehend vom UNHCR abhängig. Die Stabilität der aufnehmenden Gesellschaften ist entscheidend, um zu verhindern, dass der Konflikt im Südsudan zu einer Krise in der gesamten Region eskaliert.​

Was das UNHCR tut

UNHCR stellt sicher, dass die lebenswichtigen Bedürfnisse der Flüchtlinge erfüllt werden, mit besonderem Fokus auf Gesundheit, Nahrungsmittelversorgung und Bildung für die vielen jungen Flüchtlinge.

In der Tat sind 83 % der Flüchtlinge Frauen und Kinder. Sie sind sexuellen Übergriffen und Gewalt ausgesetzt und brauchen daher oft Psychologische Assistenz vom UNHCR. Oft kommen sie traumatisiert in einem Zustand extremer Schwäche und Unterernährung in den Unterkünften an. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Kinder alleine reisen.

Wir brauchen Ihre Hilfe

Die Aussichten auf Frieden im Südsudan sind gering, und durch den Klimawandel verschlechtern sich die ohnehin schon widrigen Lebensbedingungen noch. Die Unterernährung nimmt durch die zunehmende Intensität der Dürren tendenziell zu. Die Regenzeit verursacht auch Überschwemmungen, die potenzielle Ernten zerstören und die vertriebenen Menschen mit Nahrungsmittelknappheit und Krankheiten konfrontieren.

Im Südsudan ist der humanitäre Bedarf riesig und weitgehend unterfinanziert. Im Jahr 2020 konnten nur 25 % der zur Bewältigung der Krise benötigten Mittel aufgebracht werden.