Notstand in der Zentralafrikanischer Republik

 

Die Zentralafrikanische Republik ist eines der ärmsten Länder der Welt. Der Staatsstreich der Seléka-Rebellen im März 2013 führte zur Vertreibung des Präsidenten und stürzte die ohnehin schon stark gefährdete Bevölkerung in eine Krise. 

DAS AUSMASS DER KRISE IN ZAHLEN
Die in Teilen des Landes herrschende Gewalt hindert Tausende von Flüchtlingen aus der Zentralafrikanischen Republik an der Heimkehr  
>620'000
Flüchtlinge aus der Zentralafrikanischen Republik in Kamerun, Tschad, in der Demokratischen Republik Kongo und Kongo
>6'000
Frauen, Kinder und ältere Menschen haben im Süden des Tschad und in Kamerun Zuflucht gesucht
684'000
Binnenvertriebene
Tausende
terrorisierte Menschen im Land
Tödliche Instabilität 

Im Dezember 2013 waren Hunderttausende Menschen gezwungen, aus ihrer Heimat zu fliehen, als in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) bewaffnete Konflikte ausbrachen.  

2016 brachten friedliche Wahlen einen Hoffnungsschimmer, der leider nur von kurzer Dauer war. Die Lage verschlechterte sich noch im selben Jahr drastisch, als sich die Zusammenstösse zwischen der Seléka-Allianz und den Anti-Balaka-Milizen im Norden des Landes zuspitzten. 

Obwohl sich die Lage in einigen Regionen etwas stabilisiert hat und 2019 die freiwillige Rückführung von mehr als 12'400 Flüchtlingen möglich war, bleibt die Gesamtsituation instabil und gefährlich.  

Militante Gruppen haben auf brutale Weise ZivilistInnen getötet, Häuser geplündert und Dörfer niedergebrannt. 

Mehr als eine Million Menschen wurden in die Flucht getrieben und suchten in den Nachbarländern oder in weniger betroffenen Gebieten innerhalb des Landes Zuflucht. 

Viele Kinder werden gezwungen, als Soldaten, Boten und Sexsklaven zu arbeiten.  

Die fehlende Gesundheitsversorgung und der Lebensmittelmangel stellen Menschen, die vor bewaffneten Auseinandersetzungen fliehen, vor zusätzliche Herausforderungen.  

Was das UNHCR macht 

Das UNHCR bietet Flüchtlingen im Transitzentrum im Camp Mole und in Batanga, in der Nähe des Camps Boyabu, Lebensmittel und medizinische Versorgung. 

Das UNHCR stellt Vertriebenen, die in ihre Heimat zurückkehren wollen, Bargeld und die wichtigsten Haushaltsartikel zur Verfügung.  

Das UNHCR hat in Lobaye, ZAR, Klassenzimmer gebaut, damit Schulen zurückgekehrte Kinder aufnehmen und ihnen bei der Wiedereingliederung in das Bildungssystem helfen können. 

Das UNHCR hilft Flüchtlingen, Zivilstandsdokumente und die für die Schulanameldung notwendigen Unterlagen zu erhalten. 

Wir brauchen Ihre Hilfe 

Diese Krise ist eine der am stärksten unterfinanzierten Notsituationen und viele Menschen erhalten nicht einmal minimale Unterstützung für ihren Lebensunterhalt. 

Nahrung, Gesundheit, Unterkünfte, die Organisation der Camps und sanitäre Einrichtungen sind die grössten Herausforderungen. Für Flüchtlinge, die ausserhalb der offiziellen Camps leben, und für die Gemeinschaften, die sie aufnehmen, ist zusätzliche Hilfe erforderlich. 

Bis heute konnten trotz des dringenden Bedarfs erst 42% der für die Bewältigung der Krise im Jahr 2020 benötigten 137 Millionen Franken beschafft werden. 

Bitte helfen Sie uns.